Casarecce ist eine kurze, leicht gedrehte Pastaform aus Italien. Sie sieht ein bisschen aus wie eine eingerollte kleine Rolle oder ein schmales, offenes Röhrchen. Genau diese Form macht Casarecce Pasta so beliebt: Sauce bleibt gut haften, kleine Stückchen von Gemüse, Kräutern oder Fleisch sammeln sich in der Öffnung, und das Gericht schmeckt dadurch besonders aromatisch.
Besonders gut passen Casarecce zu Pesto, Tomatensauce, Ragù, Aubergine, Zucchini, Salsiccia, Pilzen oder cremigen Saucen. Wer also Pasta sucht, die etwas interessanter wirkt als Penne, aber trotzdem unkompliziert bleibt, liegt mit Casarecce richtig.
Was sind italienische Casarecce?
Casarecce sind kurze, gedrehte Nudeln, die ursprünglich mit Sizilien und Süditalien verbunden werden. Der Name leitet sich vom italienischen „casereccio“ ab, was sinngemäß „hausgemacht“ oder „nach Hausmacherart“ bedeutet.
Die Form ist der wichtigste Unterschied zu anderen Nudeln. Casarecce sind nicht glatt und gerade, sondern leicht eingerollt. Dadurch nehmen sie Sauce besser auf als viele schlichte Pastaformen. Besonders bei dickeren Saucen macht das einen großen Unterschied.
Eine einfache Tomatensauce bleibt an Casarecce schon gut hängen. Noch besser funktionieren Saucen mit Struktur, etwa Pesto, Gemüsesauce, Hackfleischragù oder eine Sauce mit Ricotta und Kräutern.
Was bedeutet Casarecce auf Deutsch?
Casarecce bedeutet auf Deutsch ungefähr „hausgemachte“ oder „nach Hausmacherart gemachte“ Pasta. Gemeint ist also keine bestimmte Zutat, sondern eher der handwerkliche Charakter der Nudel.
Das passt gut zur Form. Casarecce wirken weniger perfekt und industriell als glatte Nudeln. Sie sehen rustikal aus, erinnern an handgemachte Pasta und bringen dadurch auch optisch mehr Abwechslung auf den Teller.
Bei der Einordnung hilft auch der Blick auf Casarecce als Pastaform, weil dort Herkunft und Form kompakt erklärt werden.
Wie spricht man Casarecce aus?
Casarecce spricht man ungefähr „ka-sa-RET-tsche“ aus. Die Betonung liegt meist auf der mittleren Silbe. Das doppelte „c“ vor dem „e“ wird im Italienischen wie „tsch“ gesprochen.
Im Deutschen liest man manchmal auch Schreibweisen wie Casareccia, Caserecci, Casareccie, Casarece oder Cassarecce. Gemeint ist meistens dieselbe oder eine sehr ähnliche Pastaform. Korrekt und am häufigsten ist jedoch Casarecce.
Wichtig ist: Casarecce ist bereits der Plural. Eine einzelne Nudel kann als Casareccia bezeichnet werden. Im Alltag sagt man aber fast immer Casarecce, weil Pasta selten als einzelne Nudel gemeint ist.
Was ist Caserecci?
Caserecci oder Casarecci sind verwandte Bezeichnungen, die ebenfalls auf „hausgemacht“ oder „Hausmacherart“ verweisen. In deutschen Shops und Rezepten werden die Begriffe nicht immer sauber getrennt. Häufig geht es dabei um kurze, gedrehte oder eingerollte Pastaformen, die Casarecce sehr ähnlich sind.
Wenn du Caserecci kaufst, lohnt sich deshalb ein Blick auf die Form. Sie sollte kurz, leicht gerollt und offen sein. Für Rezepte kannst du Caserecci und Casarecce meist problemlos austauschen, solange die Größe ähnlich ist.
Auch Fusilli Caserecci werden manchmal angeboten. Diese Nudeln gehen stärker in Richtung gedrehte Spirale, während klassische Casarecce eher wie kleine eingerollte Pastastreifen aussehen.
Welche Sauce passt zu Casarecce Pasta?
Casarecce passen besonders gut zu Saucen, die nicht zu dünn sind. Die eingerollte Form hält Sauce und kleine Zutaten fest. Dadurch schmeckt jeder Bissen ausgewogener.
Gute Kombinationen sind:
- Pesto alla Genovese mit etwas Nudelwasser
- Tomatensauce mit Aubergine, Zucchini oder Paprika
- Ragù mit Rind, Linsen oder Salsiccia
- Pilzrahm mit Thymian und Parmesan
- Ricotta-Zitronen-Sauce mit Kräutern
- cremige Spinat-Sauce mit Knoblauch
Für sehr flüssige Saucen sind Casarecce weniger ideal. Dann rutscht viel Sauce auf den Teller, statt an der Pasta zu bleiben. Besser sind Saucen mit etwas Bindung, Gemüse oder Käse.
Einfaches Casarecce Rezept mit Pesto und Tomaten
Ein schnelles Casarecce Rezept braucht nur wenige Zutaten und eignet sich gut für den Alltag. Für zwei Personen brauchst du etwa 200 bis 250 Gramm Casarecce, 3 Esslöffel Pesto, eine Handvoll Kirschtomaten, etwas Olivenöl, Parmesan, Pfeffer und frisches Basilikum.
Koche die Casarecce in reichlich Salzwasser, bis sie bissfest sind. Währenddessen halbierst du die Tomaten und schwenkst sie kurz in einer Pfanne mit Olivenöl. Danach kommen die abgegossenen Nudeln dazu. Hebe vorher etwas Nudelwasser auf, denn damit wird das Pesto cremiger und verbindet sich besser mit der Pasta.
Zum Schluss Pesto, etwas Nudelwasser, Pfeffer und Parmesan unterrühren. Das Gericht schmeckt frisch, ist schnell fertig und zeigt gut, warum Casarecce so praktisch sind: Das Pesto bleibt in der Form hängen und verteilt sich gleichmäßig.
Casarecce kaufen: Worauf sollte man achten?
Casarecce bekommst du in gut sortierten Supermärkten, italienischen Feinkostläden, Bio-Märkten und Online-Shops. Viele bekannte Pastamarken führen die Form inzwischen im Sortiment, weil sie für einfache Alltagsgerichte gut funktioniert.
Achte beim Kauf auf Hartweizengrieß, eine raue Oberfläche und eine stabile Form. Hinweise wie „trafilata al bronzo“ können ein Qualitätsmerkmal sein, weil die Pasta durch Bronzeformen gepresst wurde und dadurch griffiger ist. Diese Oberfläche nimmt Sauce meist besser auf als sehr glatte Pasta.
Vollkorn-Casarecce schmecken etwas kräftiger und passen gut zu Gemüse, Pilzen oder würzigen Saucen. Klassische helle Casarecce sind milder und vielseitiger, besonders für Pesto, Tomatensauce oder cremige Rezepte.
Casarecce oder Strozzapreti: Wo liegt der Unterschied?
Casarecce und Strozzapreti sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, weil beide kurz, gedreht und rustikal wirken. Der Unterschied liegt vor allem in der Form und Herstellung. Casarecce sind meist stärker eingerollt und wirken wie kleine offene Röhrchen. Strozzapreti sind dagegen oft handgerollte, unregelmäßig gedrehte Teigstücke.
Beide Pastaformen nehmen Sauce gut auf und passen zu kräftigen Rezepten. Wenn du gerne besondere italienische Nudelformen ausprobierst, lohnt sich deshalb auch ein Blick auf Strozzapreti.
Für den Alltag kannst du beide Formen ähnlich verwenden. Casarecce sind oft leichter im Supermarkt zu finden, während Strozzapreti etwas handwerklicher wirken.
Wieviel Casarecce pro Person?
Für ein Hauptgericht rechnest du mit etwa 90 bis 120 Gramm trockenen Casarecce pro Person. Wenn viel Gemüse, Käse, Fleisch oder Salat dazukommt, reichen oft 90 bis 100 Gramm. Bei sehr hungrigen Gästen oder einer einfachen Sauce dürfen es eher 120 Gramm sein.
Frische Casarecce wiegen durch den höheren Wasseranteil mehr. Davon brauchst du eher 125 bis 150 Gramm pro Person. Für eine Vorspeise reichen 50 bis 70 Gramm trockene Pasta.
Bei der allgemeinen Portionierung hilft der Überblick zu wieviel Nudeln pro Person, weil dort trockene Nudeln, frische Pasta und Beilagenmengen genauer eingeordnet werden.
Warum Casarecce gut in die Alltagsküche passen
Casarecce sind vielseitig, schnell gekocht und brauchen keine komplizierte Zubereitung. Genau das macht sie für die Alltagsküche interessant. Mit Pesto und Tomaten entsteht in wenigen Minuten ein frisches Essen. Mit Ragù wird daraus ein kräftiges Hauptgericht. Mit Gemüse und Ricotta wird die Pasta leichter und sommerlicher.
Auch Reste lassen sich gut verwerten. Übrig gebliebene Casarecce kannst du am nächsten Tag in der Pfanne mit Gemüse anbraten oder kalt als Pastasalat verwenden. Besonders mit Tomaten, Rucola, Mozzarella, Oliven und etwas Balsamico entsteht schnell ein einfacher Nudelsalat.
Wer saisonal kocht, kann Casarecce gut anpassen. Im Sommer passen Zucchini, Tomaten und Basilikum. Im Herbst funktionieren Pilze, Kürbis und Salbei. Im Winter schmecken cremige Saucen mit Spinat, Käse oder Linsen.
Casarecce bringen mehr Sauce auf die Gabel
Casarecce sind eine gute Pastaform für alle, die einfache Gerichte mögen, aber mehr Struktur auf dem Teller wollen. Die kurze, eingerollte Form nimmt Sauce gut auf, passt zu vielen Zutaten und wirkt besonderer als klassische Standardnudeln.
Ob mit Pesto, Tomatensauce, Ragù, Pilzen oder Gemüse: Casarecce Pasta ist unkompliziert, vielseitig und ideal für schnelle italienische Gerichte. Gerade deshalb lohnt es sich, diese Nudelform nicht nur im Restaurant, sondern auch zu Hause auszuprobieren.
