Schwarzer Schimmel in der Wohnung ist ein Warnsignal. Die dunklen Flecken an der Wand
entstehen meist durch Feuchtigkeit und können sowohl die Bausubstanz als auch die
Gesundheit beeinträchtigen. Deshalb sollte schwarzer Schimmel möglichst früh erkannt und
entfernt werden.
Besonders häufig tritt schwarzer Schimmel an der Wand, im Badezimmer oder in schlecht
gelüfteten Räumen auf. Je länger er bestehen bleibt, desto stärker kann er sich ausbreiten.
In diesem Artikel erfährst du, wie schwarzer Schimmel entsteht, wie gefährlich er ist, welche
Symptome auftreten können und wie du ihn richtig entfernst.
Was ist schwarzer Schimmel?
Schwarzer Schimmel ist eine Gruppe von Schimmelpilzen, die dunkle bis schwarze Flecken
auf Wänden, Decken oder Fugen bilden. Er entsteht vor allem dort, wo Feuchtigkeit, Wärme
und wenig Luftzirkulation zusammentreffen.
Typische Orte sind:
- Badezimmer
- Duschen
- Fensterrahmen
- Schlafzimmer
- Außenwände
- Keller
Die Sporen dieser Pilze befinden sich grundsätzlich überall in der Luft. Problematisch wird es
erst, wenn sie auf dauerhaft feuchten Oberflächen wachsen können.
Besonders bekannt ist der Schimmelpilz Stachybotrys chartarum, der häufig mit schwarzem
Schimmel in Wohnräumen in Verbindung gebracht wird.
Schwarzer Schimmel an der Wand: typische Ursachen
Schwarzer Schimmel an der Wand entsteht fast immer durch zu hohe Feuchtigkeit in
Innenräumen.
Die häufigsten Ursachen sind:
- Schlechte Belüftung
Wenn Räume nicht regelmäßig gelüftet werden, sammelt sich Feuchtigkeit aus Atmung,
Duschen oder Kochen.
- Wärmebrücken
Kalte Außenwände können dazu führen, dass Feuchtigkeit aus der Raumluft kondensiert. - Hohe Luftfeuchtigkeit
Eine Luftfeuchtigkeit über 60 % begünstigt das Wachstum von Schimmel.
Auch Kakerlaken können auf ein feuchtes Raumklima hinweisen. Mehr dazu erfahren Sie in
unserem Artikel über Kakerlaken. - Wasserschäden
Rohrbrüche, undichte Dächer oder Überschwemmungen können Schimmelbildung stark
beschleunigen. - Schimmel in Dusche oder Bad
Das Badezimmer gehört zu den häufigsten Orten für schwarzen Schimmel, da hier dauerhaft
hohe Feuchtigkeit entsteht.
Mehr Informationen über die gesundheitlichen Auswirkungen von Schimmelpilzen in
Innenräumen finden sich auch bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Feuchtigkeit
und Schimmel als relevante Umweltfaktoren für die Gesundheit beschreibt.
Ist schwarzer Schimmel gefährlich?
Schwarzer Schimmel kann gesundheitliche Probleme verursachen, vor allem wenn er über
längere Zeit in Wohnräumen vorhanden ist.
Mögliche Auswirkungen sind:
- Reizung der Atemwege
- Husten
- Kopfschmerzen
- Allergische Reaktionen
- Müdigkeit
- Reizung von Augen und Haut
Besonders empfindlich reagieren:
- Kinder
- ältere Menschen
- Asthmatiker
- Personen mit geschwächtem Immunsystem
Die Sporen gelangen über die Luft in die Atemwege. Je stärker der Befall ist, desto höher
kann die Belastung sein.
Schwarzer Schimmel Symptome
Wenn sich schwarzer Schimmel in der Wohnung befindet, können verschiedene Symptome
auftreten.
Typische Anzeichen sind:
- anhaltender Husten
- gereizte Augen
- Atembeschwerden
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme
Diese Symptome sind nicht immer eindeutig, können aber ein Hinweis auf
Schimmelbelastung sein.
Wie schnell muss schwarzer Schimmel entfernt werden?
Schwarzer Schimmel sollte so schnell wie möglich entfernt werden, sobald er entdeckt wird.
Der Grund:
Schimmelpilze breiten sich mit der Zeit weiter aus und können tiefer in Materialien
eindringen.
Kleine Schimmelflecken können sich innerhalb weniger Wochen stark vergrößern, wenn die
Feuchtigkeitsquelle bestehen bleibt.
Schwarzer Schimmel entfernen: So gehst du richtig vor
Wie schwarzer Schimmel entfernt wird, hängt von der Größe des Befalls ab.
Kleine Flächen (unter etwa 0,5 m²)
Kleine Stellen lassen sich oft selbst entfernen.
Typische Methoden sind:
- Alkohol oder Isopropanol
- spezielle Schimmelentferner
- Essig (nicht auf Kalkflächen)
- Wasserstoffperoxid
Wichtig ist dabei:
- Handschuhe tragen
- gut lüften
- Schutzmaske verwenden
Größerer Schimmelbefall
Bei größeren Flächen sollte ein Fachbetrieb für Schimmelbeseitigung eingeschaltet werden.
Dieser kann:
- die Ursache der Feuchtigkeit finden
- Materialien prüfen
- eine professionelle Sanierung durchführen
Schwarzer Schimmel in der Dusche
Schimmel in der Dusche ist besonders häufig, weil:
- warmes Wasser viel Feuchtigkeit erzeugt
- Fliesenfugen Feuchtigkeit speichern
- das Bad oft schlecht gelüftet wird
Zur Vorbeugung helfen:
- regelmäßiges Lüften
- Dusche nach dem Duschen trocknen
- Fugen regelmäßig reinigen
- Luftfeuchtigkeit senken
Wie lässt sich schwarzer Schimmel verhindern?
Die wichtigste Maßnahme ist, Feuchtigkeit zu reduzieren.
Hilfreiche Maßnahmen:
- mehrmals täglich stoßlüften
- Luftfeuchtigkeit unter 60 % halten
- Möbel nicht direkt an Außenwände stellen
- Badezimmer nach dem Duschen lüften
- Wasserschäden sofort reparieren
Auch regelmäßige Kontrolle von Fenstern, Fugen und Wänden kann helfen, Schimmel früh zu
erkennen.
Fazit
Schwarzer Schimmel in der Wohnung sollte immer ernst genommen werden. Er entsteht
meist durch Feuchtigkeit und kann sowohl Gebäude als auch Gesundheit beeinträchtigen.
Wichtig ist deshalb:
- Ursachen der Feuchtigkeit finden
- Schimmel früh entfernen
- Raumklima verbessern
Mit guter Belüftung, niedriger Luftfeuchtigkeit und regelmäßiger Kontrolle lässt sich
schwarzer Schimmel oft verhindern.
